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Biogas, Bioenergie und Biomasse...
...unterschiedliche Ansichten und Aussichten...

Der Marktanteil Erneuerbarer Energien in Bezug auf neu gebaute Energieerzeugungswerke stieg im Jahre 2009 auf 62 Prozent. Das heißt dass unter allen neu installierten Energiequellen und Kraftwerke ungefährer 1/3 altmodischer fossiler Kraftwerke gebaut wurden, und die Erneuerbaren Energien auch schon im Jahre 2009 klar dominierten.

Im darauf folgendem Jahr 2010 erreichten die Erneuerbaren Energien, mit 275 Mrd. kWh, einen Anteil von 11% bezogen auf den gesamten Energieverbrauch Deutschlands. Diese erzeugte Energie aus 2010 verbesserte sich somit um 9,1% gegenüber dem Vorjahr. Auch beim Stromverbrauch steigerten die Erneuerbaren Energien ihren Anteil von 16,3% in 2009 auf 16,8% in 2010. Durch diesen Aufwind stieg gleichzeitig die Anzahl der Beschäftigten, die im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig sind, um 8,2% auf 367.400. Gute Aussichten und gute Gründe für den Ausbau Erneuerbarer Energien.

Interessant ist an dieser Stelle zu berücksichtigen wie sich die Erneuerbare Energien zusammensetzen. Den Anteil der Erneuerbaren Energien von 11% der gesamten erzeugten Energie in Deutschland setzt sich zusammen aus Biomasse (7,9%), Windenergie(1,5%) Wasserenergie 0,8% und restliche (0,9%). Restliche beinhalten auch den erworbenen Strom durch Photovoltaikanlagen!

Biogas und Ökonomie

Einem jeden Leser fällt bei diesem Anblick das unterschwingliche Echo auf, mit der hohen Gegenleistung, die bei diesem stark dominierenden Anteil der Biomasse wohl unsere Lebensmittelpreise mittelfristig nach oben treiben lässt. Grund hierfür ist, dass häufig eine riesige Ackerfläche für die Biogasanlage bewirtschaftet wird und somit steht an dieser Stelle „das Futter für die Biogasanlage“ in direkter Konkurrenz zu „unserem Futter“ bzw. den betriebenen Ackerflächen für unsere Lebensmittel Industrie. Wenn also der Trend anhält, werden vielleicht bald in Deutschland 30 oder 40 Prozent der Ackerfläche für die Produktion von Biogas benötigt, was wiederum bedeutet das weniger Getreide für Lebensmittel und Tierzucht in Deutschland erwirtschaftet werden den kann. Darüber hinaus setzen viele Landwirte aus Preisgründen auf großflächigen Anbau von einer Pflanze (z.B ausschließlicher Mais Anbau auf Dutzenden nebeneinander liegenden Feldern) und betreiben somit eine regelrechte Monokultur, die das Ökonomische Verhältnis in einigen Regionen, komplett umkippen lässt. Für viele Heimische Tiere ist eine Monokultur tödlich.

Biogas wird häufig also nicht als Recyclinganlage betrieben, in der ausschließlich, oder zumindest überwiegend Bio-Abfälle, Kompost, Gülle etc verarbeitet werden, sondern, die staatliche Förderung von Bioenergie erzwingt eine Veränderung unserer Agrarwirtschaft und unseres Ökosystems.

Anders dagegen ist die Stromgewinnung durch Photovoltaik. Dächer gibt es nur zu genügend in Deutschland und für Photovoltaikanlagen müssen nicht extra riesige Flächen bearbeitet werden, die unsere Biogasanlage füttern und auf denen dann noch mit dem Mähdreschern und anderen großen Gerätschaften (die alle Sprit fressen und Arbeitszeit beanspruchen) gearbeitet wird. Daher Biogasanlagen nicht wie gewünscht reine „Recycling Anlagen“ sind, die unsere Organischen Abfälle in Strom wandeln, sondern ein Agrar-Unternehmen oder Bauernhof, bei dem die bewirtschafteten Flächen nicht an die Kühe und Rinder verfüttert werden, sondern an die Biogasanlage, ist der eigentliche „Bio-Wirkungsgrad“ doch recht bescheiden.

Mehr Informationen auf Anfrage. Nehmen Sie hierzu bitte kontakt mit uns auf.

 

Ihr Team von

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